Über uns
Handwerk, das erklärt, was es tut
Ankerwerk steht für Uhrmacherarbeit ohne Überraschungen – jeder Schritt wird besprochen, bevor er gemacht wird.
Zur StartseiteUnsere Geschichte
Gegründet auf Geduld und Präzision
Ankerwerk entstand aus der Überzeugung, dass Uhrenreparatur nicht im Verborgenen stattfinden sollte. Zu oft werden Kunden vor vollendete Tatsachen gestellt: die Uhr liegt auf dem Tresen, die Rechnung liegt daneben – ohne dass dazwischen ein Wort gewechselt wurde.
In Zug, einer Stadt mit einem langen Verhältnis zur Schweizer Uhrenindustrie, haben wir eine Werkstatt aufgebaut, in der das anders läuft. Der Befund kommt zuerst. Der Kunde entscheidet dann, ob und wie die Arbeit weitergeführt wird. Das klingt selbstverständlich – ist es aber nicht immer.
Wir arbeiten mit mechanischen Kalibern verschiedener Herkunft und Jahrgänge. Die Bandbreite reicht von einfachen Dreizeigerwerken bis zu Stoppuhren mit komplexen Schaltwerken. Die Haltung bleibt immer dieselbe: ruhig vorgehen, offen kommunizieren, ordentlich arbeiten.
Unser Ansatz
Jede Uhr, die in die Werkstatt kommt, wird zuerst gründlich begutachtet. Was wir vorfinden, teilen wir verständlich mit – ohne Fachjargon, der verwirrt. Erst wenn Umfang und Preis besprochen sind, beginnt die Arbeit. Das schützt beide Seiten.
Unser Standort
Die Werkstatt befindet sich an der Neugasse 18 in Zug – gut erreichbar zu Fuss vom Bahnhof und mit dem öffentlichen Verkehr. Persönliche Übergaben bevorzugen wir, weil das Erstgespräch viele Fragen schon klärt.
Was wir nicht tun
Wir übernehmen keine Arbeit, deren Aufwand wir nicht einschätzen können, ohne das vorher zu sagen. Wir empfehlen keine Erneuerung von Teilen, die noch funktionsfähig sind. Und wir geben keine Fristen an, die wir nicht halten können.
Das Team
Die Personen hinter der Werkstatt
Markus Huber
Leitender Uhrmacher
Über zwanzig Jahre Erfahrung mit mechanischen Kalibern. Markus hat nach seiner Ausbildung in der Deutschschweiz in verschiedenen Ateliers gearbeitet, bevor er Ankerwerk gründete.
Sandra Koller
Uhrmacherin & Kundendienst
Spezialisiert auf Braceletarbeiten und kleinere Eingriffe. Sandra ist die erste Ansprechperson für Kunden und sorgt dafür, dass Befund und Auftrag klar festgehalten werden.
Thomas Frei
Uhrmacher Chronographen
Thomas hat sich auf Stoppwerke und Komplikationen spezialisiert. Er betreut Chronographenreparaturen mit der Geduld, die diese Mechanismen verlangen.
Arbeitsstandards
Wie wir arbeiten
Feste Abläufe schaffen Verlässlichkeit – für uns und für die Uhr.
Eingangsprotokoll
Jede Uhr wird bei Eingang fotografisch dokumentiert. Zustand, sichtbare Gebrauchsspuren und besondere Merkmale werden schriftlich festgehalten.
Befund vor Beginn
Umfang und voraussichtliche Kosten werden dem Kunden mitgeteilt, bevor die eigentliche Arbeit startet. Keine Überraschungen bei der Abholung.
Kaliberspezifische Öle
Schmierstoffe werden nach Kalibertyp und Lagerstelle ausgewählt. Einheitsfett für alle Werke kommt bei uns nicht zum Einsatz.
Prüfung nach Revision
Nach der Überholung wird das Kaliber auf dem Zeitwaagenmessgerät reguliert und mehrere Tage in verschiedenen Lagen beobachtet, bevor die Uhr zurückgegeben wird.
Sichere Aufbewahrung
Uhren in Bearbeitung werden gesichert gelagert. Der Zugang zur Werkstatt ist auf das Team beschränkt.
Rückmeldung nach Abschluss
Was gemacht wurde und warum, wird dem Kunden bei Abholung kurz erläutert. Fragen sind willkommen und werden ausführlich beantwortet.
Uhrmacherhandwerk in der Zentralschweiz
Mechanische Uhren sind Feinmechanik mit langer Lebensdauer – vorausgesetzt, sie werden in regelmässigen Abständen fachkundig betreut. Was viele nicht wissen: Öle in einem Uhrwerk zersetzen sich über die Jahre. Selbst wenn eine Uhr noch läuft, können verhärtete Schmierstoffe die Hemmung belasten und den Gang destabilisieren.
Eine vollständige Revision eines mechanischen Kalibers umfasst die Zerlegung jedes einzelnen Teils, die Reinigung in mehreren Bädern, das Auftragen frischer kalibergerechter Öle und die anschliessende Regulierung. Das ist handwerklich aufwendig – und deshalb ist die Zeitangabe von zwei bis vier Wochen keine Schutzbehauptung, sondern Realität.
Für Stoppuhren gilt dasselbe, mit dem Unterschied, dass das Schaltwerk besondere Aufmerksamkeit erfordert. Chronographenmechanismen reagieren empfindlich auf Verschleiss an Kupplungsteilen und Nullstellhebeln. Eine unsachgemässe Reinigung ohne Wiedereinstellung der Schaltpunkte kann die Funktion verschlechtern, statt sie zu verbessern.
Bandanpassungen dagegen sind einfachere Eingriffe mit klarem Ergebnis: Die Uhr sitzt komfortabel am Handgelenk, der Verschluss schliesst sicher, und die Federstege halten. Ein kurzer Besuch bei Ankerwerk genügt in den meisten Fällen.
Fragen zur Uhr stellen
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – wir nennen Ihnen eine erste Einschätzung, ganz ohne Verbindlichkeit.
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